Messiesyndrom

Das Messiesyndrom bei Betroffenen zu sehen, ist stets eine Herausforderung an den Verstand, das Mitgefühl, die Toleranz und das Empfinden. Die Ursachen für dieses Verhalten sind nicht einheitlich und nicht umfassend geklärt. Klar ist, diese Personen sind krank und brauchen Hilfe, die sie jedoch meistens nicht oder erst viel zu spät annehmen können. Als Angehöriger oder Freund steht man meist hilflos und ratlos diesem Phänomen gegenüber.

Manchmal haben wir den Auftrag eines Betreuers/in bei betroffenen Personen aufzuräumen, den Müll zu entfernen und eine Grundreinigung vorzunehmen. Sofern sich diese Personen zu diesem Zeitpunkt in therapeutischer Behandlung befinden, ist die Chance groß, der schlimmen Entwicklung zur völligen Verwahrlosung zu entkommen. Wir begegnen diesen Menschen bei unserer Arbeit mit Respekt und Einfühlung. Nur ein Teil der Betroffenen hat ein Alkohol- oder Drogenproblem. Und nicht immer sind diese Menschen verarmt, sondern viele sogar wohlhabend und gebildet. Doch immer sind sie einsam, krank und selbst mit der Situation überfordert.

Drei Stadien des Messiesyndroms

  1. Wertlose Gegenstände werden nach einem für andere nicht nachvollziehbaren „Ordnungsschema“ gesammelt. Oft wird ein Gangsystem eingerichtet, das an die Bauten von Nagetieren erinnert.

  2. Dinge werden ohne System gehortet. Die Wohnung vermüllt zunehmends. Nichts kann weggeworfen werden. Küche, Herd, Bad und selbst die Toilette kann nur noch eingeschränkt benutzt werden.

  3. Wohnungen  werden  unbewohnbar.  Die Hygieneeinrichtungen  funktionieren längst nicht mehr. In den Räumen verteilen sich Fäkalien, verdorbene Lebensmittel, Ungeziefer und Schimmel macht sich breit. In manchen Fällen breiten sich gefährliche Keime aus, die alles mit Schleim überziehen.

Supergau für Vermieter und Hauseigentümer.

Leider kommt es häufig vor, dass Bewohner mit Messiesyndrom erst geraume Zeit, manchmal erst nach Wochen und Monaten nach ihrem Tod in den Wohnungen aufgefunden werden. Dann haben sich Insekten überall in der Wohnung ausgedehnt, Larven und  Insektenpuppen  haben  Insektenkot in allen Ritzen und kleinsten Zwischenräumen hinterlassen. Leichenflüssigkeiten können in Wände und Boden eingedrungen sein.

Gewöhnliche Handwerkerfirmen oder Entrümpelungsdienste wären nun mit der Beseitigung der Hinterlassenschaften überfordert. Die Gefahr gesundheitsgefährdender Infektionen ist zu groß.

In solchen Fällen muss teilweise Mauerwerk und Estrich an den kontaminierten Stellen entfernt werden. Über alle Reinigungsmaßnahmen hinaus ist eine Desinfektion aller Räume mit ev. notwendiger Schädlingsbekämpfung erforderlich.  Zuguterletzt muss in der Regel auch eine professionelle Geruchsneutralisation erfolgen.  Erst dann kann mit der Renovierung begonnen werden. 

Sie können von uns alle Maßnahmen bis hin zur fertig renovierten und sanierten  Wohnung erhalten. Installationsarbeiten, Fliesen, Türen und Türrahmen, Bodenbläge, Tapeten… – komplett alles bis zur schlüsselfertigen Wiederbewohnbarkeit.

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